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Die Modes von Dur, Herkunft von Natürlich-Moll,
andere Leitern. |
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Und nun: Die Modes
Modisch?
Bitte etwas Geduld, wir kommen noch ausführlichst auf Akkorde
zu sprechen, die ja erst einmal unser Zentrum des Bemühens
sein sollen. Trotzdem noch ein kleiner Vorschmack auf ein später
noch im Detail zu behandelndes Thema, nämlich die Modes oder
auch gelegentlich Kirchentonarten gennat (was nicht ganz zutreffend
ist). Und nicht ohne Grund schweifen wir noch einen Moment innerhalb
der Tonleitern durch die Gegend, denn sie vermitteln uns noch
ein paar Kleinigkeiten, die im Weiteren von Nutzen sind. Und,
ohne Verwirrung stiften zu wollen, sind Tonleitern und Akkorde
natürlich auch nicht wirklich zu trennen. Ohne Leitern keine
Akkorde, keine Ärmchen, keine Kekse.
Hier entlang bitte
Noch die C-Dur-Leiter parat? Sie hat ja das charakteristische
Bildungsschema WWHWWWH:
| NOTEN |
C
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D
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E
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F
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G
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A
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B
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C
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| ABSTÄNDE |
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W
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W
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H
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W
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W
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|
W
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H
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Aber wenn dieses Bildungs-Schema das Besondere
an der Dur-Tonleiter ist, dann muss ein anderes Bildungsschema
eben so etwas für andere Tonleitern sein. Und gibt es überhaupt
andere Tonleitern? Klar gibt es die, aber wo kommen die her?
Wie viele Tonleitern existieren überhaupt?
Eine Menge, zu viele, als dass ich sie zusammenbehalte. Tatsächlich
gibt es sehr viele, einige haben auch sieben Noten, oder fünf,
oder 10. Das Charakteristische ist immer das Bildungsschema, also
mit welchen Abständen der Noten untereinander vom Grundton
zum nächsthöheren Grundton, der Oktave kommen. Bleiben
wir erst einmal bei den Tonleitern mit sieben Noten, und hier
bei den sogenannten Modi der Dur-Tonleiter. Diese Leitern sind
keine eigenständigen Leitern, sondern man kann sie aus der
Dur-Leiter ableiten, jedoch kommen gerade diese sieben respektive
sechs so häufig in der popolären Musik vor, dass wir
sie möglichst früh einführen wollen.
Und weil die Dur-Tonleiter sieben Noten hat, gibt es die sieben
Modi (engl.: modes). Nun muss ich nur noch zeigen, wie
man an diese sieben Modi kommt, und auch dafür gibt es wieder
ein Bildungsprinzip, das im Grunde gar nicht so schwer nachzuvollziehen
ist.
Wir tun folgendes: wir nehmen die C-Dur-Leiter über zwei
Oktaven und bilden auf jeder Note der Leiter eine Untermenge von
sieben (bzw. acht, mit Grundton-Oktave) Noten = eine neue Tonleiter.
Dadurch erhalten wir insgesamt sieben neue Tonleitern, aber nur
noch die erste hat das Bildungsschema WWHWWWH. Diese neuen Leitern
bekommen Namen aus der griechischen Musiklehre:
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Ionisch (Ionian mode),
auch bekannt als Dur-Tonleiter |
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Dorisch (Dorian mode) |
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Phrygisch (Phrygian mode) |
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Lydisch (Lydian mode) |
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Mixolydisch (Mixolydian mode) |
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Äolisch (Aeolian mode),
auch bekannt als Moll-Tonleiter |
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Lokrisch (Locrian mode) |
Und siehe da, diese Tonleitern klingen tatsächlich
unterschiedlich, mal dunkel oder mal asiatisch. Wenn Ihr eine
Soundkarte in Eurem PC habt, könnt Ihr sie auch anhören.
Damit man die Unterschiede besser hört, habe ich die MIDI-Samples
aber alle für den Grundton A umgesetzt. Und da taucht sie
wieder auf, auf der sechsten Stufe, die Natürlich-Moll-Leiter,
die uns schon im Quintenzirkel begegnet ist. Also ist Moll gar
keine eigene Leiter, sondern sie ist ein Modus, eine Untermenge
von Dur.
Noch 'ne Leiter bitte!
Es gibt aber, wie schon erwähnt, noch ganz andere Tonleitern.
Hier also zu diesen, nur so zur Info und zum Angeben ....
Grundsätzlich muss eine Leiter nicht sieben Noten haben,
und es muss auch keine Abfolge von Ganzton-/Halbtonschritten sein.
Die chromatische Leiter gehört schon dazu, denn sie hat 11
Noten und nur Halbtonschritte. Die pentatonischen Leitern haben
(wie der Name schon sagt) fünf Noten. Oder eine Tonleiter
kann auch ganz verdreht sein, wie z.B. die Ganzton-Leiter:
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C
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D
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E
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F#
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G#
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Bb
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C
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W
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W
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W
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W
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|
W
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|
W
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Das Ganze so als Ausblick, denn für unsere
Arbeit an Akkorden ist dieses Wissen schön und gut, aber
nicht im Detail notwendig. Das Schlimme an den Tonleitern ist,
dass es eben so viele gibt, und manch grauenhaftes Regelwerk
ist notwendig, um sie zusammen- und auseinanderzuhalten.
Zusammenfassung
So, das war's jetzt erst einmal mit Tonleitern. Aber nicht,
bevor die wesentlichen Punkte noch zusammengefasst haben:
- Eine Tonleiter definiert sich über ihre Intervall-Struktur.
- Die Modi definieren sich als Ausschnitte aus der Dur-Tonleiter
und werden Modi der Dur-Tonleiter genannt.
- Eine Tonleiter kann maximal 11 haben, weil die chromatische
Tonleiter den Notenvorrat in unserem westlichen Musikschema
vorgibt.
Jetzt geht es aber wirklich zur Sache mit den Akkorden.
Das erste, was wir dazu brauchen, sind die Intervalle, und
zu denen geht es jetzt ohne Umschweife; Intervalle
...
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