Music Man Steve Morse Signature Modell (USA, 1999)
Reviewer: Talking Hands
Typ: Elektrisch Magnet-PUs
Preis: 1525 $US (Neu)
Korpus: Poplar, mit Hochglanz-Polyester-Lackierung, blau ( Headstock ebenfalls blau )
Hardware: Schaller Standard Bridge ( Thumbwheel adjustierbar ), Schaller Tuner
Hals: Ahorn Hals, Gunstock oil and special wax blend, 25 1/2" Mensur, 12" radius
Griffbrett: Palisander
Bundierung: 22, hoch und fett
Pickups: Di Marzio DP205 (neck ), DP108, Custom WOund, DP200 ( bridge ) (passiv)
Elektronik: 3 Weg-Schalter plus 2 toggle switches fuer 11 Kombinationen, 1 X Volume, 1X Tone (passiv)
Fazit: Erst einmal, ein Diagram zur Veranschaulichung der Schaltkombinationen findet man hier:
http://www.ernieball.com/musicman/downloads/controls/stevemorse.gif

Mein Modell ist eines der neueren, mit der Kopfplatte passend zum Body lackiert. Was mir enorm gefaellt ist, dass die Gitarre extrem widerstandsfaehig und schnoerkellos gebaut ist ( abgesehen von den Schaltern und 4 PU's keine Schnoerkel ).
Der Hals gefaellt mir persoenlich aussergewoehnlich gut... er liegt ausgezeichnet in der Hand und ich fuehlte mich sofort wohl. Auch schnelles Spiel, weite Bendings oder extreme Stretches gehen bequem von der Hand. Selbst Megashredder Vinnie Moore lobt eben jenen Hals und dessen Bespielbarkeit.
VOn den Schaltoptionen war ich erst weniger ueberzeugt, ich stehe nicht unbedingt auf so viele Schaltmoeglichkeiten, tendiere eher zu Soundwechseln durch Wechsel der Anschlagsposition oder des Attacks.
Aber... nach ca. 3 Monaten Anwendung in der Praxis ( Studio und live ) finde ich mich damit zurecht.
Zwar verwende ich auch nicht alle der moeglichen Sounds, bin aber restlos begeistert von der Leichtigkeit, mit der man Cleansounds ( mal schimmernd brilliant, mal twangy, mal jazzig ) und auch Rhythmus- und Leadsounds ( von crunchigem Rhythmus zu interessanten Zwischenposition-Sounds zu schreienden Leadsounds ) schnell abrufen kann.
Zwar sind die Sounds jeder fuer sich Geschmackssache, doch ueberzeugte mich jeder durch einen gewissen, sehr speziellen Charakter. Besonders interessant ist, dass speziell im cleanen Betrieb die 3 Grundpositionen ( z.B. nur Hals-HB etc ) schon ziemlich gut sind, aber durch das Zuschalten anderer PU's ( per Toggle Switches ) einen ganz anderen, frischen Charakter bekommen, der einen einfach zum Spielen und Experiementieren motiviert.
Die Steve Morse-Signature Humbucker sind extrem outputkraeftig und reich an Mitten und Hoehen. Der von mir oft verwendete Bridge-HB zeichnet sich durch Druck und Artikulation aus.
Man kann problemlos Sounds erzeugen, die gar nicht nach Morse klingen ( der gute Steve verwendet extrem mittenbetonte Amps, eine der Zutaten fuer seinen speziellen Sound )
Diese Gitarre ist ein Arbeitstier, schnoerkellos ( uebrigens keine Ausfraesungen auf Vorder- oder Rueckseite ), vielfaeltig und zuverlaessig.
Zu empfehlen fuer fast alle Richtungen: Rock, Metal, Pop, Country etc. Ich spiele damit sowohl ROck- und Metalleads als auch ( wie neulich wieder beim Clubgig ) countrybezogene Sachen ( wer Morse's Arbeit besonders mit den Dixie Dregs kennt, kennt seinen interessanten Countrysound und seine Lapsteel-Imitationen... ), und auch fuer Top40 koennte ich mir dieses Instrument als sehr hilfreich vorstellen, und dabei verwende ich nicht mal die Haelfte der moeglichen Sounds.
Und alles in der gewohnt guten Music Man-Qualitaet
Bewertung:
Bespielbarkeit: 9 / 10
Sound: 10 / 10
Optik: 9 / 10
Preis/Leistung: 10 / 10

GESAMT: 10 / 10
 
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