Johnson JS-LBL E-Gitarre (China, 2005)
Bastelcaster und Drittgitarre von Johnson (Stratcopie).
Reviewer: Michael Hoffmann
Bild: http://www.ami-gmbh.de/
Website: http://www.ami-gmbh.de/
Typ: Elektrisch Magnet-PUs
Preis: 75,- (ebay) Euro (Neu)
Korpus: angeblich Erle
Hardware: Vintagestyletremolo, Kunststoffsattel, Diecastmechaniken
Hals: Ahorn, Skunkstripe, fettes C-Profil
Griffbrett: Rosewood
Bundierung: 21 medium Jumbo
Pickups: S-S-S, (passiv)
Elektronik: (passiv)
Fazit: Ja, ich war auch dem Ebums Kaufrausch erlegen, und dann war sie plötzlich 3,2,1 meins. Au Backe was soll ich denn mit der Viertklampfe aus China anfangen, und wie wird sie sein meine asiatische Perle aus dem Katalog, äh Ebay? Nunja sie war billig, sodaß das Risiko nicht so groß war. Und was soll ich sagen: sie sieht auf den ersten Blick klasse aus, O.K. die Kopfplatte verrät die Herkunft, aber das ist mir egal denn mir gefällt sie (ich war nie eine markensau). Die Lackierung ist gelungen, aber kein richtiges lakeplacidblue, denn je nach Lichteinfall bekommt sie einen Türkisstich, egal. Der Hals liegt fett in der Hand und ist ordentlich bundiert und einstellbar und hat eine angenehme Seidenmattlackierung mit einem vintage Orangeton. Tja, der Sattel stellt das erste Problem dar, denn die Kerben sind viel zu hoch, zum Glück habe ich Übung im Nacharbeiten. Fertig, ha ha jetzt liegen die dicke E und A- Saite auf dem zu langen Griffbrett auf. Nö, bei aller liebe, das geht nicht, also feile ich ein Bischen weg bis die Saiten nicht mehr aufliegen. Die Saiten habe ich übrigens gleich nach dem ersten Test gewechselt und gegen 10er Boomers getauscht und dabei die Intonation eingestellt, denn die stimmte auch nur so ungefähr, habe ich auch nicht anders erwartet. Jetzt aber an den Amp, denn bereits trocken angespielt entfaltet die Johnsen einausgewogenes bla bla bla, na ihr kennt das ja. Also ich muß sagen das läßt sich hören, die Pickups haben natürlich die klassischen Singlecoilattribute, da nützt auch keine güldene Aufschrift, sowie der Hinweis des Händlers "nebengeräuschfrei da designed by EMG" ("muhaharrharrharr, kreisch gacker gacker"), aber was soll ich sagen es klingt, und zwar nicht schlecht, ziemlich leistungsstark ( Mitte ist reversed, und damit brummfrei in den Zwischenstellungen) und fett, so in richtung Texasspecial, natürlich nicht ganz, da es sich natürlich um PUs mit Ferritmangnete handelt, also nicht highclass, aber durchaus brauchbar und ich brauche erstmal nicht sofort tauschen. Der Hals lässt sich gut bespielen nach der Justage des Halstabes , und die Bünde sind gut eingesetzt und verarbeitet. Das Tremolo ist Billigware und von mir festgesetzt. Leider sind die Lochabstände der Tremschrauben kleiner als bei Fender und somit entfällt die Option auf eine Aufwertung gegen ein Rockinger Steeltrem. Der Body besteht aus drei Teilen und ist H-S-S gefräst, wobei die Mittelfräsung auch größer ist als die Halsfräsung, ich nehme an um die Montage zu erleichtern. Potis und 5-way Schalter gehen einigermaßen, wobei alle Potis linear sind. Die Klinkenbuchse habe ich auch gewechselt, denn die hat sich verbogen und die Mutter löste sich ständig. Die Mechaniken sind ölgelagert, aber ich denke, auch die fliegen bald gegen Klusons raus.
So, das hat sich jetzt zum Schluß alles schlimmer angehört als es wirklich ist, denn ich habe maximal nur 40€ für die Teile investiert (Mechanken Buchse Saiten). Fazit: Das Schätzchen läßt sich nach dem Setup und dem Sattelnachkerben wirklich gut spielen, der Sound ist nicht Weltklasse, aber mehr als brauchbar. Für Anfänger würde ich sie nicht empfehlen, da doch noch einiges an Arbeit drin steckte. Für mich ist sie O.K. da ich alles selber machen konnte und nun eine brauchbare Strat habe für kleines Geld habe.
Bewertung:
Bespielbarkeit:8 / 10
Sound:8 / 10
Optik:8 / 10
Preis/Leistung:10 / 10

GESAMT:9 / 10
 
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