| Fazit: |
Auch wenn "Sound" Geschmackssache ist, ist es für mich DER Fretless!!!!
Nach
dem Motto "unverhofft kommt oft" wollte ich mich bei Christoph
Dolf mal ein wenig nach Bässen umschauen und hatte auch schon
einen 4-saitigen Fretless im Auge, als mir der Orca "über den
Weg" lief....Am Anfang sah er mit seiner Korpusform etwas gewöhnungsbedürftig
aus, aber beim ersten Anspielen war ich schon total erstaunt,
wie der Bass reagierte, schnurrte und klang... und je länger ich
damit spiele, umso besser gefällt er mir. Er ist trotz der Longscale-Mensur
relativ kurz und handlich, angenehm leicht, hängt für mich genau
richtig am Gurt und der Hals mit seinem leicht asymmetrischen
Shaping für meine Finger ein Gedicht an Bespielbarkeit. Durch
die Kombination von Ebenholzsattel, Coccobolo-Griffbrett und einer
Brückenkonstruktion, die an klassische Gitarren erinnert, klingt
der Ton sehr "kontrabassig", ohne die Defintion zu verlieren.
Er ist sehr präsent und trotzdem klingt es bei langen Tönen ein
wenig wie ein Gong... nach dem Anschlagen schwillt der Ton an
und schnurrt mit ellenlangem Sustain vor sich hin... Allerdings
ist es auch ein "ehrlicher" Bass..... Da es keine "schönfärbende"
Elektronik gibt und der Bass sehr direkt und präsent ist, hört
man auch jeden Spielfehler...Der Klang ist schon "typisch Fretless",
kann allerdings durch den Anschlag ziemlich variiert werden und
besteht nicht nur aus Tiefmitten, sondern leuchtet das ganze Frequenzspektrum
aus.
"Sorry", wenn das jetzt "zu begeistert" klang:-);-), aber wie
gesagt.. es ist für mich der ultimative Fretless.. sozusagen "Bass
pur"....allerdings auch ein sehr spezielles Instrument... Aber
auch andere Soundvorstellungen lassen sich durch Christoph in
Top-Qualität realisieren...und wenn man das z.B. mit amerikanischen
"Highend-Bässen" vergleicht, sogar zu "relativ günstigen" Preisen...
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