Ich suchte nach einem proben- und sessiontauglichen Basscombo im Format eines Übungscombos. Diese Beschreibung passt genau auf den Cube 100-Bass von Roland. Der Quader (nein es ist kein Würfel) hat in etwa die Größe des BX300 von Behringer und ist nur wenig schwerer. Die Lautstärke reicht für gemäßigte Bandproben und kleine Live-Gigs – mit Zusatzbox kommt man auch in einer etwas lauteren Band klar. Für Akustik-Bands, Musikrichtungen wo hauptsächlich unverzerrte Gitarren eingesetzt werden oder für Jazzcombos liegt der Cube 100 genau in der richtigen Leistungsklasse.
Durch die verschieden Modelling-Presets ist der Combo klanglich sehr flexibel, vom Knurr-Sound bis zum absolut trockenen SWR-Klang ist alles eingebaut. Mir gefällt am besten das Preset "Super Flat" – eine Einstellung, bei der der Grundsound des Bassses sehr genau wiedergeben wird. Mit dem 4-Band EQ und dem Shape-Schalter (wirkt wie eine Loudness-Taste) kann man den Klang noch sehr schön anpassen. Die anderen Presets betrachtet ich persönlich als nette Zugabe – Modelling ist Geschmackssache. Der Boxenteil kling für einen Würfel dieser Größe sehr rund und transparent.
Der Compressor hat nur einen Regler, funktioniert aber einfach und gut. Chorus, Flanger, Reverb und Delay sind dezent eingestellt sehr brauchbar, T-Wah und Octaver finde ich persönlich nicht gelungen. Einen Effektweg gibt es keinen.
An Ausgängen ist alles da, was man in der Praxis brauchen könnte, z.B. für PA-
Abnahme und Recording. Gut finde ich, dass beim Anschließen einer Zusatzbox die Combo-Lautsprecher in Betrieb bleiben (was nicht bei allen Basscombos der Fall ist).
Lange Rede kurzer Sinn: ein sehr brauchbarer Bass-Combo für alle, die wenig schleppen, aber dafür mehr spielen wollen. Man kann wenn man will mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Probe oder Gig fahren. Somit ist die Hemmschwelle, sich mal zu einer Session zu verabreden, deutlich herabgesetzt. Dafür sind Combos schließlich da. |