| Fazit: |
Ich
habe mir nun, zur Ergänzung meiner Ampeg 6x10, die beiden
Hartke Teile zugelegt. Leider musste ich mich von meiner Marshall
DBS 4212 (4x12) Box trennen. Die passte aber nicht mehr zur Charakteristik
meines Setups.
Die Entscheidung für die beiden (Low-Budget) Hartkes fiel, da
ich die Alu-Geräte des Herstellers etwas zu dominant fand.
Die hier erworbenen Geräte passen sich in das klangliche Spektrum
meines SWR Mo´Bass perfekt ein. Sie klingen in jeder Situation
perfekt, wenn man seinen Verstärker zu bedienen weiß.
Nun
die Facts. Die Konstruktion wird von Hartke als "Heavy-duty plywood
construction" bezeichnet. Ich denke, es handelt sich um Sperrholz,
dass mit Filzteppich überzogen wurde. Die Boxen hinterlassen einen
überaus stabilen Eindruck. Die Ecken sind rundum mit Kunststoffecken
versehen, um beim Transport dort mögliche Schäden zu verhindern.
Die Ecken erfüllen noch einen weitren Zweck, nämlich die Stabilisierung
beim Stapeln der Boxen. Sie besitzen eine geriffelte Struktur,
die beim Aufeinanderstellen ineinander greift. Somit hat man auch
die entsprechende Standsicherheit. Der Anschluss der Boxen erfolgt
über Klinkenkabel. Beide Boxen verfügen über einen "Through-Anschluss"
mittels derer man die Boxen als "4-Ohm-Package" an seine Verstärker
linken kann. Dieses Feature kommt all jenen zugute, die bei zwei
anschüssen am Amp jweils 4 Ohm Boxen fahren können. Man kann also
2 Stacks des Typs fahren, wenn der Amp 2 Ohm verträgt. Mein Mo´Bass
kann die Boxen auch über zwei Klinkenbuchsen versorgen, was der
Klanggüte und dem Drive eher nutzt.
Bei den Chassis handelt es sich jeweils um hart aufgehängte,
beschichtet Pappmembranen und Piezo-Hochtöner.
Klanglich sind die Boxen äußerst agil. Sie bringen genau die Ergänzung,
die ich mir erhoffte. Das Bassfundament ist wesentlich breiter
geworden, ohne dass die Spritzigkeit bei Slaporgien litt. Da ich
ja nun mit 10x10-Zoll (Ampeg und Hartke) Speakern und einem 15
Zoll Speaker werkele ist das klangliche Ergebnis äußerst erstaunlich.
Der Attack ist laut meiner Mitstreiter in der Band kaum zu toppen.
Mein Drummer hat jedenfall immer ein Glänzen in den Augen, wenn
ich richtig Gas gebe - Man hört sich -, auch in moderaten Lautstärken.
Im Gegensatz zu den Alu-Monstern von Hartke ist der Sound der
Bässe auch eher unverfälscht. Eine Kombination von Hartke "Alu"
mit anderen Cabinets kann ich daher eher nicht empfehlen. Wer
jedoch den Hartke "Alusound" bevorzugt sollte auch bei dieser
"Bespannung" bleiben.
Meine "Billighartkes" kommen jedoch derart differenziert ´rüber,
dass ich mir keine anderen Boxen zur Ergänzung meiner Ampeg vorstellen
kann - und ich habe sehr lange gesucht.
Fazit: Die VX Series machen derart Gas, dass man sich als Bassman
eigentlich wozu es die XL Series überhaupt gibt. Nun ja, es existieren
ja noch Typen wie Stu´ Hamm, die wir eh´ nicht erreichen, oder?
Spass beiseite, nach meiner Erfahrung ist die XL Serie etwas für
diejenigen, die ausschließlich Hartke XL fahren. 215XL und 810XL
sind in Kombination nicht zu toppen - wenn man die Kohle hat.
Ansonsten sind die VX Boxen sowohl erschwinglich als auch klanngtreu
und attackfähig.
Let the good times roll!
Nobbi
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