| Fazit: |
Also,
also, also,
zunächst einmal möchte ich hier dem vorgreifen, was nun über
mich erzählt werden könnte. Ich bin kein Technic- oder Anlagen-Freak.
Was mich aber in den letzten Jahren so an Verstärker-Boxen-Kombinationen
überkam, war eher dürftig.
Ich kaufte mir vor einigen Jahren "sehr" gebraucht meine Traumanlage.
Marshall DBS 7400 und Marshall DBS 4 x 12. Vorher Fender Bassman
- in der Band no chance!!! Die Marshall dröhnte zunächst mal gut
und laut und gut und laut und gut und laut... Mehr war aber dann
doch nich´. Ich bekam weder gute Sounds noch die nötige Durchsetzung
in der Band hin. O. k., die Box war es offenbar nicht, denn ich
spielte sie auch mit einem Ampeg SVT-Classic. Das kam so gut,
dass ich dass "Dingen" fast erworben hätte. Aber die Kohle fehlte
natürlich zu 80 Prozent. Was also tun? Ich kaufte ´ne 15er dazu.
Peavey 115 BW. Toll, dröhnte satt und brachte alles im Proberaum
zum Schwingen. Das hielt(en) ich (und meine Bandkumpels) dann
so 4 Monate durch. Danach war Schluss.
Ich hatte derweil ein hübsches Sümmchen zum Erwerb einer neuen
Anlage angespart. Ich konnte also losgehen und mich mal nach was
Neuem umschauen. Fündig wurde ich letztlich in dem o. a. Laden
in Dortmund. Der ist, nebenbei gesagt, der Laden meines Vertrauens
(diese Werbung muss sein). Mir wurde dort noch nie Unsinn verschärbelt,
noch wurde mein Budget bei der Auswahl ignoriert. Ich stiefelte
also nun mit meinem Budget zu den "Jellinghäusers" und gab meine
Vorstellungen der neuen Anlage zum Besten. Das "Chefchen" der
Truppe gab mir zunächst mal Einblick in die derzeitige Bassanlagen-Szene.
Ich verliebte mich zunächst in einen SWR - Mo´Bass (wurde natürlich
gekauft) und eine 4x10er von SWR. Das war schon mal der Hammer.
Chefchen sagte aber, dass die Boxen von Ampeg eigentlich noch
den etwas größeren Hammer hätten. Ich probierte daher die SVT
610 HLF über meinen nun neuen Mo´Bass.
Der erste Eindruck? Huch, ich kann nicht mehr Bass spielen. Aber
langsam! Die Box klingt unglablich differenziert. Jede Nuance
des Fingerspiels wird 1 zu 1 übertragen - und das ist wirklich
so. Sie hat bei gefingerten Bassparts auch im Mittenbereich genug
Durchsetzungvermögen für den Bandsound. Im Slapbereich ist sie
naturgemäß der König. Die brillanten Höhenschmazer der popped
Notes werden unglaublich differenziert übertragen. "Nurslapper"
werden den Hochtöner sicher ein wenig zurückdrehen müssen. Aber
auch Basser, die Prog-Bereich unterwegs sind und alle Stilistiken
anwenden, werden in der Box Ihren treuen Begleiter finden. Tapping-Läufe
mit Flageolett-Einlagen sind immer präsent und auch 8tel oder
16tel Rockläufe werden druckvoll präsentiert. Die Box ist einfach
derart ausgewogen, dass man eigentlich kein anderes Speakercabinet
benötigt.
Eine Schwäche ist aber die Tiefbasswiedergabe. Hier stößt auch
die 610 HLF an ihre wirklich deutlichen Grenzen. Ich habe da zum
Glück noch meine Marshall 4 x 12 die hier echt gut "dröhnt". Leute,
die über entsprechende Finanzen verfügen sollten aber als Kombinat
eine 2x15 versuchen. Ich persönlich hätte gerne ein 2x15 Marshall
DBS als Kombination - ist aber kaum zu bekommen. Tja, nu´ noch
zur Verarbeitung: Die 610 HLF ist mehr als solide verarbeitet.
Sie ist ein Begleiter für´s Leben - und das ist wirklcih nicht
gelogen. Sie hat an der Rückseite zwei eingelassene Rollen und
einen Handgriff, so dass man sie wie eine "Mülltonne" schieben
kann. Die Mulden, die offenbar wür einen Ampeg SVT o. ä. vorgesehen
sind setzen aber sehr schnell Flugrost an. Ansonsten ist dass
Gewicht sicher ein Handycap. Ich habe das im Griff, aber 57,5
Kilo sind halt hart. Tja, ansonsten ist dass Ding wirklich erstklassig
verarbeitet und "händelbar".
Probiert´s halt mal, gelle. ;-)
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