The Adam Nitti Collection


SEQUENCING

Dieses Mal möchte ich Euch einen anderen Ansatz zeigen damit Patterns musikalischer klingen. Und es ist übrigens die letzte Lektion, die sich mit technischen Übungen befasst.

[... und nebenbei eine gute Übung für's Notenlesen. d.S.]

Eine Sequenz ist einfach eine Serie von Leiter-Fragmenten basierend auf einer festgelegten Zahl von Noten pro Abschnitt. Für diese Übungen beginnt jedes Leiter-Fragment auf hintereinander folgenden Noten der Leiter. Und wenn man dieses Konzept mit Intervallen oder anderen musikalischen Bausteinen kombiniert, bekommt man ganz nette Strukturen für fast jeden Bass-Stil.

Zum Beispiel können wir dies für je drei Noten einer C-Dur-Leiter anwenden, Achtelnoten als Basis:

Ex. 1

example_01

Dieses wären '3er'-Sequenzen, was heißt: drei aufeinander folgende Noten der Leiter sind das Fragment, die Sequenz. Und das im Terz-Abstand angewendet oder auch auf der gleichen Startnote. Würden wir dies mal als Intervall-Schema schreiben, sähe es so aus:

Fig. 1

figure_01

Dies Art von Übungen bietet sich hervorragend als Kandidat für modale Fingersätze für die Dur-Leiter an. Zu diesem Zweck benutzen wir einen Fingersatz mit drei Noten pro Saite für die (hier) G-Dur-Leiter. Die '1' wäre dann im dritten Bund der E-Saite:

Fig. 2

example_01

Genau wie andere Intervall-Übungen, mit denen wir früher schon gearbeitet haben [siehe auch Practice Book] praktiziere ich Sequenzen von 2ern bis 7er. Immer dran denken: Du solltest Deine Greifhand immer in der gleichen Lage halten, wie im obigen Bild, wenn Du Dich durch ein Muster spielst. Wir versuchen immer alle Noten zu erreichen ohne einen Lagenwechsel durchzuführen. Hier nun ein weiteres Beispiel in G-Dur, sowohl absteigend als auch aufsteigend. Die Anordnung der Leiterstufen folgt jeweils.


Ex. 2: 3er-Sequenzen

example_02

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-2-3-3-4-4-5-5-6-6-7-7-8-8-9-9-10-10-11-11-12
absteigend: 12-11-11-10-10-9-9-8-8-7-7-6-6-5-5-4-4-3-3-2-2-1

Ex. 3: Noch mehr 3er-Sequenzen

example_03

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-3-2-3-4-3-4-5-4-5-6-5-6-7-6-7-8-7-8-9-8-9-10-9-10-11-10-11-12
absteigend: 12-11-10-11-10-9-10-9-8-9-8-7-8-7-6-7-6-5-6-5-4-5-4-3-4-3-2-3-2-1

Ex. 4: 4er-Sequenzen

example_04  

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-3-4-2-3-4-5-3-4-5-6-4-5-6-7-5-6-7-8-6-7-8-9-7-8-9-10-8-9-10-11-9-10-11-12
absteigend: 12-11-10-9-11-10-9-8-10-9-8-7-9-8-7-6-8-7-6-5-7-6-5-4-6-5-4-3-5-4-3-2-4-3-2-1

Ex. 5: 5er-Sequenzen

[Weitere MIDIs mache ich so nach und nach. d.S.]

example_05 

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-3-4-5-2-3-4-5-6-3-4-5-6-7-4-5-6-7-8-5-6-7-8-9-6-7-8-9-10-7-8-9-10-11-8-9-10-11-12
absteigend: 12-11-10-9-8-11-10-9-8-7-10-9-8-7-6-9-8-7-6-5-8-7-6-5-4-7-6-5-4-3-6-5-4-3-2-5-4-3-2-1

Ex. 6: Und die 6er ...

example_06 

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-3-4-5-6-2-3-4-5-6-7-3-4-5-6-7-8-4-5-6-7-8-9-5-6-7-8-9-10-6-7-8-9-10-11-7-8-9-10-11-12
absteigend: 12-11-10-9-8-7-11-10-9-8-7-6-10-9-8-7-6-5-9-8-7-6-5-4-8-7-6-5-4-3-7-6-5-4-3-2-6-5-4-3-2-1

Ex. 7: 7er-Sequenzen

example_07 

Leiterstufen:
aufsteigend: 1-2-3-4-5-6-7-2-3-4-5-6-7-8-3-4-5-6-7-8-9-4-5-6-7-8-9-10-5-6-7-8-9-10-11-6-7-8-9-10-11-12
absteigend: 12-11-10-9-8-7-6-11-10-9-8-7-6-5-10-9-8-7-6-5-4-9-8-7-6-5-4-3-8-7-6-5-4-3-2-7-6-5-4-3-2-1

[d.S.: Für die obige Sequenz sähe der Lagen-konstante Fingersatz dann so aus:]

Man kann gut sehen, dass diese Sequenzen, gemischt mit Intervallen, eine Menge Möglichkeiten eröffnet. So kann man eine Intervall-Übung mit Sequenzen kombinieren und sehr einzigartige Linien erzeugen. Übrigens auch nicht vergessen mit einem externen Taktgeber zu arbeiten, ob Metronom oder Drumcomputer, um Akkuratesse und Genauigkeiten einzuhalten.

Übersetzt von Rainer Böttchers, Juni 2004

 
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