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Schritt #1Gleiches Vorgehen wie bei ATTYA, also bitte Einzelheiten dort nachlesen:
Schritt #2Schritt #2 ist ja hier immer das Prinzip Tonika und Quinte als halbe Noten. Aufpassen wieder dort, wo keine reine Quinte im Akkord vorkommt, z.B. bei einem m7b5; hier ist es eine verminderte Quinte. Aber wem sage ich das ... Noch einmal an dieser Stelle der Hinweis, dass man ja die Quinte zweimal zur Verfügung hat, als höheres und tieferes Interval. 'Besser' ist immer die Quimte, die vom Verlauf her zur nächsten Tonika führt, also von der möglichst wenig weit entfernt ist:
Schritt #3Schritt #3 ist das Erarbeiten einer Akkord-bezogenen, dazu nehmen wir wieder die Terzen und Septimen in unser Repertoire, hier dies exemplarisch für die ersten vier Akkorde:
Nun wieder zu den Sch**ß-Skalen ...
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| Beautiful Love V2 | (Nur Akkorde) |
Das Stück steht in D-Moll als Haupt-Tonika und wechselt tatsächlich nur in eine andere Tonart, nämlich F-Dur, der Moll-Parallele. Und dann wird die Kadenzfolge übersichtlich und an einigen Stellen geheimnisvoll. Und darauf möchte ich auch hinaus, auf die Akkorde, die sich zuerst nicht so einfach erklären lassen. Dann werden wir dominant.
| Takte von ... bis | Kadenz/Akkorde | |
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1 - 3 = 17 - 19 | Wenn D-Moll als Tonika anzunehmen ist, der Takt 3 weist darauf hin, ist es einfach: 2-5-1 in D-Moll. |
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4 = 20 | ??? |
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5 - 7 = 21 - 23 | Wenn wir wissen, dass ein Wechsel auf F-Dur erfolgt, kann Takt 7 nur die I sein, und wieder 2-5-1, diesmal in F-Dur. |
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8 - 9 = 24 - 25 | Hier ist wieder 2-5-1 in D-Moll angesagt |
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10 - 11 = 26 - 27 | Das wäre der Anfang von 2-5-1 wieder in F-Dur, aber was ist die Bb7??? |
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12 - 13/29 | Und das das Ende von 2-5-1 in D-Moll |
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14 | ??? |
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15 - 16 | Das ist wieder 2-5-1 für D-Moll, ist aber keine vollständige Kadenz, da die Auflösung auf die 1 fehlt |
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30 - 32 | Netter Trick: statt der Kernkadenz 5-1 ein Bb7 dazwischen??? |
Es ist an der Zeit, das hier vorherrschende Thema anzugehen: Zwischen- und Doppeldominanten, Blues-Dominanten packen wir auch noch dazu.
Was eine Dominante ist, wissen wir (hoffentlich), es ist die Note bzw. der Akkord auf der 5. Stufe der Dur-Leiter, immer ein Dominant-7-Akkord, ein Dur-Akkord mit kleiner Septime. Nun ist es ja hervorstechende Eigenart der Jazzer ihre Zuhörer zu verwirren und alles furchtbar kompliziert zu machen. Formulieren wir es positiv ist es die Suche nach Varianz und Spannungs-Systemen. Akkorde, die Spannung erzeugen und Auflösung in die Tonika folgen lassen. Und da uns aus der 4-5-1-Kadenz die starke Auflösungs-Wirkung der Dominante zur Tonika durch den Leitton der Dur-Skala bekannt ist, haben Dominant-Akkorde noch weitreichendere Wirkung und Verwendung. Und daher gibt es ein paar Konzepte, die die Dominant-7-Akkorde weiter verwursten. Zwischendominanten, Doppel-Dominanten und die Bluesdominante.
Zwischenruf an dieser Stelle: das sind alles Verfahren, Tricks, Kniffe, keine Gott-gegebenen Gesetze oder BGB-Paragraphen. Nie vergessen.
Im Takt 3 sind wir auf dem Dm als Tonika der 2-5-1-Kadenz gelandet. Gut so. Nun habe wir so in der Musik das Faible Taktreihen am liebsten in Zweierpotenzen zu gruppieren, also einen, zwei oder vier oder acht Takte, siehe Blues-Schema oder so etwas. Demnach würden wir, und Victor Young hat wohl nicht anders empfunden, den vierten Takt auch noch mit einem Dm besetzen, damit es runder klingt. Hat nur den Vorteil, dass die beiden Takte 3 + 4 dann etwas gezogen klingen. Was tun, damit da ein wenig Bewegung rein kommt?
Ganz einfach: wir ersetzen im Takt 4 den Tonika-Akkord durch eine Zwischendominante! Aber was ist eine Zwischendominante?
Eine Zwischendominante bildet durch ihren Dominantklang und die damit verbundene starke Auflösung zur regulären Tonika einen spannungsreichen Übergang zum folgenden Akkord. Dieser nächste Akkord muss aber gar nicht immer die Tonika der Zwischendominante sein, sondern muss nur im Notenwert übereinstimmen. Die Auflösungswirkung der V-I-Kadenz bleibt bestehen. Um eine Zwischendominante zu bilden, berauben wir den Zielakkord seines Tongeschlechts, so dass nur der reine Notenwert überbleibt. Zu dieser Note nehmen wir die Quinte zur Hand und machen einen Dominant7-Akkord daraus, packen ihn dazwischen und haben eine Zwischendominante. Mal lieber ein Bild und Betrachtung anhand Takt 3 bis 5 unseres Stückes.

Wir möchten einen starken Übergang vom Tonika-Akkord Dm zum folgenden Gm7, das ist nämlich die ii der 2-5-1 für F-Dur. Zielakkord ist also Gm7 (und nicht F; maßgeblich ist der Zielakkord, nicht die folgende Tonart bzw. Tonika!). Quinte zu G ist D, dann ist D7 der Dominant-Akkord zu G. So ersetzen wir den zweiten Dm in Takt 4 durch D7. Dann ist der D7 eben eine Zwischendominante zum Gm7.
Obwohl dieser D7 rein konstruiert ist, und keinen Bezug zu D-Moll oder F-Dur hat, passt dieser Übergang. Und nicht nur das. Die starke Auflösungswirkung mit einem Quintfall zu G (hier Gm7) funktioniert, auch wenn dort nicht die 'echte' Tonika Gmaj7 steht. Nicht verwirren lassen, dass es auch D ist, Dm und D7, das liegt hier an den beteiligten Tonarten.
Und nun können wir auch schon einmal den Takt 4 (und 20) füllen: D7 ist eine Zwischendominante. Notiert wird so etwas durch eckige Klammern um den Akkord, das kennzeichnet, dass dieser Akkord eine Zwischendominante ist:
| Takte von ... bis | Kadenz/Akkorde | |
| 1 - 3 = 17 - 19 | Wenn D-Moll als Tonika anzunehmen ist, der Takt 3 weist darauf hin, ist es einfach: 2-5-1 in D-Moll. | |
| 4 = 20 | [D7] als Zwischendominante zum Gm7. | |
| 5 - 7 = 21 - 23 | Wenn wir wissen, dass ein Wechsel auf F-Dur erfolgt, kann Takt 7 nur die I sein, und wieder 2-5-1, diesmal in F-Dur. | |
Können wir schon etwas zur passenden Skala sagen? Der Dominantsept-Akkord ist ein Dur-Akkord mit kleiner Septime, daher passt in den meisten Fällen Mixolydisch dazu. Und der Dominantsept-Akkord ist eh rein konstruiert, also brauchen wir auch keine übermäßige Rücksicht auf die verbleibenden diatonischen Zusammenhänge nehmen.
Stoßen wir nun auf das nächste Geheimnis, in Takt 11/27 ein Bb7. Das ist einfach eine
Das stammt nämlich aus dem Blues. Anstatt des richtigen, echten Dominantsept-Akkordes wird der Subdominant-Akkord, sonst ein Dur-7, als Dominantsept-Akkord gespielt. Das ist alles. Nennt sich dann Blues-Dominante und ersetzt die richtige Dominante.
| Takte von ... bis | Kadenz/Akkorde | |
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1 - 3 = 17 - 19 | Wenn D-Moll als Tonika anzunehmen ist, der Takt 3 weist darauf hin, ist es einfach: 2-5-1 in D-Moll. |
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4 = 20 | [D7] als Zwischendominante zum Gm7. |
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5 - 7 = 21 - 23 | Wenn wir wissen, dass ein Wechsel auf F-Dur erfolgt, kann Takt 7 nur die I sein, und wieder 2-5-1, diesmal in F-Dur. |
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8 - 9 = 24 - 25 | Hier ist wieder 2-5-1 in D-Moll angesagt |
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10 - 11 = 26 - 27 | Das wäre der Anfang von 2-5-1 wieder in F-Dur, aber mit Blues-Dominante |
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12 - 13/29 | Und das das Ende von 2-5-1 in D-Moll, ohne die ii, also einfach eine Dominant-Tonika-Auflösung. |
Takt 14 steht noch aus. Wieso G7#11? Betrachten wir, was das G sein könnte. Wenn man genau hin hört, stellt man Takt 14 einen Bruch fest. Es ist der Bruch von D-Moll zu F-Dur, Young schiebt hier für einen Takt wieder auf F-Dur. Dann würde man eine I (F) oder eine V (C) erwarten, kommt aber nicht. Aber was ist G? Die Quinte der Quinte. Zwei Quinten aufeinander, und dann immer was mit Dominantsept-Akkorden? Riecht nach Zwischendominante, ist es auch, aber hier als
Ersetze ich einen Dominantsept-Akkord durch die Zwischendominante, bekomme ich eine Doppeldominante, eine Form der Akkordsubstitution. Also einfacher als erwartet. Und damit sind wir durch:
| Takte von ... bis | Kadenz/Akkorde | |
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1 - 3 = 17 - 19 | Wenn D-Moll als Tonika anzunehmen ist, der Takt 3 weist darauf hin, ist es einfach: 2-5-1 in D-Moll. |
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4 = 20 | [D7] als Zwischendominante zum Gm7. |
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5 - 7 = 21 - 23 | Wenn wir wissen, dass ein Wechsel auf F-Dur erfolgt, kann Takt 7 nur die I sein, und wieder 2-5-1, diesmal in F-Dur. |
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8 - 9 = 24 - 25 | Hier ist wieder 2-5-1 in D-Moll angesagt |
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10 - 11 = 26 - 27 | Das wäre der Anfang von 2-5-1 wieder in F-Dur, aber mit Blues-Dominante |
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12 - 13/29 | Und das das Ende von 2-5-1 in D-Moll |
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14 | Doppeldominante in F-Dur |
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15 - 16 | Das ist wieder 2-5-1 für D-Moll, ist aber keine vollständige Kadenz, da die Auflösung auf die 1 fehlt |
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30 - 32 | Netter Trick: statt der Kernkadenz 5-1 eine Bluesdominante, halbtaktig, quasi als Bluenote. Danach bereitet er den Turnaround vor, indem er die kommende 2-5-1-Kadenz nicht auflöst, sie sozusagen andeutet, bevor sie komplett aus dem Takt 1 wider erscheint. |
Young hat hier also massiv zwischen D-Moll und F-Dur hin und her geschaltet, Kadenzen nur vollständig oder unvollständig verwendet und ein paar Male in die Trickkiste gegriffen. Wie man die Harmonik betrachtet, hängt zum großen Teil vom Ziel ab. Dave Luebbert interpretierte hinsichtlich Emotionalität, was Sinn macht, aber auch wesentlich komplexer ist. Nicht beachtet haben wir hier die Gesangslinie, die natürlich für die verwendeten Akkorde auch eine Rolle spielt.
Wie ich eingangs sagte: es ist viel Interpretations-Sache, ob Young es so oder so wirklich wollte, oder sich etwas ganz Anderes gedacht hatte, wir wissen wir nicht.
Damit hätten wir genug Informationen für das modale Entsetzen. Muss man eigentlich immer so einen Aufwand treiben und jedes Stück in den Akkorden und Kadenzen auseinander nehmen? Natürlich nicht, das war nur zur Verwirrung der Chinesen. Stattdessen wäre die praktische Art und Weise wie folgt:
| Wo sind bekannte Kadenzen wie 2-5-1 oder 1-4-5 offensichtlich und erkennbar? Dort können wir schon einmal Hinweise entnehmen. | |
| Was sind die Akkorde? Die geben uns das Tongeschlecht und grenzen die Auswahl an Leitern schon deutlich ein. Eine Moll-Skala über einen Dominantsept-Akkord wird nur selten passen. | |
| Ein m7b5-Akkord z.B. droht eigentlich schon artbedingt mit Lokrisch, ein reiner Dur-Akkord nicht selten mit Ionisch. Aber immer gilt: kann sein, mutt aber nicht. Steht der Dur-Akkord mittig in einer 2-5-1-Kadenz, könnte die Dominante ihrer Septe beraubt sein, dann wäre Mixolydisch eher besser am Platze. | |
| Wenn wir nun das Tongeschlecht wissen, müssen wir noch hinhören, was die Extensions wie 9 oder b9, 11 oder #11 am Feel in diesem Moment verändern. |
Man kann also nicht einfach hingehen und eine Tabelle aufschreiben,
die uns im Sinne von Akkord
Leiter
führt. Es kann ohne Weiteres passieren, dass aus dem Fluss
und dem Gefühl an einer Stelle Ionisch angebracht wäre,
Dorisch aber irgendwie besser passt. Zum Beispiel dann, wie in diesem
Stück, wenn zwar eine Auflösung zur Tonika erfolgt, wir
aber deutlich machen möchten, dass hier nicht wirklich ein
Ruhepunkt gefunden ist. Könnte durch Dorisch erfüllt werden,
ist Moll-Tonart, aber mit Dur-Aspekten. Daher ist das Hören
viel wichtiger als die harmonische Analyse. Das setzt denn ein gewisses
Hörtraining voraus. Deshalb spare ich mir an dieser Stelle
eine Tabelle der Modes für die aktuelle Version von Beautiful
Love und appeliere eher zu einem Lösen dieser Aufgabe durch
Hören, statt durch Analyse. Und im Tabledit-File sind die Skalen
leicht erkennbar, so man seine Hausaufgaben in diesem Gebiet gemacht
hat.
Trotzdem zur Erläuterung noch ein paar Beispiele:
| m7b5 | Aus der modalen Betrachtung auf der 7. Stufe Dur logisch Lokrisch. Kann aber auch die Flamenco-Leiter passen (Phrygisch + große Terz), oder die halbverminderte Leiter. |
| 7 | Das ist fast immer Mixolydisch. Kommt aber eine Alteration dazu, z.B. b2, kann das falsch klingen, weil die kleine Sekunde im Akkord vorhanden ist, in der Leiter jedoch die große. Wie wär's auch hier mit der Flamenco-Leiter? |
| m7 | Als Akkordsymbol allein kann gar kein Leiterbezug hergestellt werden, sondern nur durch den harmonischen Kontext. Alles, was wir wissen, ist die kleine Terz und die kleine Septime. Die ist in Äolisch, Dorisch, Phrygisch, aber auch in HM4 und noch wer-weiß-wo drin. Also gibt uns entweder die Harmonik die Lösung, oder eben unser Ohr. |
| M7 | Fast eindeutig Ionisch. Wenn's denn Stufe I ist. Und wenn's Stufe IV in Dur ist eben wieder nicht. |
| 7#11 | Hier pfuscht uns die #11 rein, das ist eine #4 + eine Oktave. Dann geht Mixolydisch eben nicht so gut, aber Mixolydisch#4 aus HM schon eher. |
Also in den 2-5-1-Verbindungen sowie bei den Dominant-Akkorden ist die Sache relativ klar. Aufpassen muss man aber bei den Extensions wie b9 oder #11. Durch diese Extensions kann es sein, dass die offensichtlichen Skalen nicht mehr passen, weil die Extensions nicht oder falsch drin sind. In diesen Fällen müssen wir ausweichen, auf andere Leitern.
Glücklicherweise hält sich dies in unserer Version in Grenzen. Andere Versionen, die noch heftiger mit Extensions und/oder Alterationen umgehen, sind in dieser Hinsicht schwieriger. Wesentlich bleibt, dass man für die einzelnen Akkorde genau hinhört und sich von seinem Gehör leiten lässt, nicht von der Musiktheorie. Und wer's eh einfacher möchte, bleibt bei den Akkordnoten, das ist übersichtlicher. Oder reduziert die Notenauswahl auf die entsprechende Pentatonik, auch das ist einen Versuch wert.
| Beautiful Love V2 | (Modal) |
So, jetzt kann ich dieses Stück aber auch bald nicht mehr hören ...
Obwohl ich hier der harmonischen Analyse viel Platz eingeräumt habe, war das eher eine Trockenübung. Viel wichtiger ist es, einem Chordchart so folgen zu können, dass man weiß, wo der Zug hingeht. Da steht die Tonika, der Akkord sagt mir bestimmte weitere mögliche Intervalle (5, b5, b7, 7, 9, b9 ...) und der Rest wird probiert. Und dann ist Jazz plötzlich gar nicht mehr so akademisch oder undurchschaubar. Das passiert im Rock oder Pop auch, dass da auf einmal in einer Akkordfolge die 5 des Grundtons so gar nicht mehr passt, oder nur die Dur- oder Moll-Leiter. Wo wir doch von der letzteren Sort so viele haben.
Deshalb ist es günstig neben den Modes der Dur-Leiter so ein paar andere Optionen auf Lager zu haben, z.B. die Modes von Harmonisch-Moll oder pentatonische Ausweichgleise. Das nun muss man wieder auf der Pfanne haben, indem man sich damit beschäftigt. Viel spielt, viel hört, ein bisschen herum malt und Tabellen entwirft. Halt einfach da eintaucht.
Sag' ich mal so ...